
Hat Mama das Fläschchengeben richtig gelernt?
Fläschchengeben wirkt auf den ersten Blick einfach – doch kleine Fehler können zu Überfütterung, Bauchschmerzen, Koliken oder langfristigen Trinkproblemen führen. Mit der richtigen Technik wird jede Mahlzeit nicht nur sicher, sondern auch zu einem liebevollen Moment der Nähe. Diese Anleitung zeigt Ihnen moderne, kinderärztlich empfohlene Methoden für ein gesundes und geborgenes Füttern.
1. Sichere Vorbereitung – der beste Start
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Vor jedem Zubereiten gründlich die Hände waschen.
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Flaschen, Sauger und Zubehör vor dem ersten Gebrauch und danach regelmäßig auskochen oder sterilisieren.
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Immer sicheres Wasser verwenden (abgekochtes Leitungswasser oder zertifiziertes Flaschenwasser).
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Das Mischungsverhältnis exakt nach Packungsangabe einhalten – weder zu verdünnt noch zu konzentriert anrühren.
2. Milch richtig erwärmen & Temperatur prüfen
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Flaschen im warmen Wasserbad oder mit einem Flaschenwärmer erwärmen – niemals in der Mikrowelle.
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Sanft schwenken und ein paar Tropfen auf die Innenseite des Handgelenks geben. Die Milch sollte angenehm warm, nicht heiß sein.
3. Sanftes Positionieren & optimaler Saugerhalt
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Ihr Baby in einer leicht aufrechten Position (ca. 45°) halten – das unterstützt die Verdauung und vermindert das Risiko des Verschluckens.
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Die Flasche waagerecht halten, um den Milchfluss zu verlangsamen.
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Die Lippen Ihres Babys sanft mit dem Sauger berühren, damit es den Mund weit öffnet und tief anlegt.
4. Responsives Füttern – auf Signale achten
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Hungersignale: Suchbewegungen, Saugen an den Händen, unruhige Bewegungen.
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Sättigungssignale: Kopf wegdrehen, langsameres Saugen, Einschlafen.
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Füttern Sie nach Bedarf – zwingen Sie Ihr Baby nicht, die Flasche leer zu trinken.
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Neugeborene trinken in der ersten Woche meist 30–60 ml pro Mahlzeit, die Menge steigt bis zum 6. Monat auf 180–240 ml.
5. Bäuerchen & Nachsorge
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In der Mitte und am Ende des Fütterns Bäuerchen machen lassen, um verschluckte Luft entweichen zu lassen.
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Danach 15–30 Minuten in aufrechter Position halten, um Spucken oder Reflux zu vermeiden.
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Angebrochene Milch nach einer Stunde wegschütten – Bakterien können sich sonst vermehren.
6. Tipps für eine harmonische Fütterungsroutine
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Für Neugeborene langsamlaufende Sauger verwenden – sie ahmen das Stillen besser nach.
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Mit paced bottle-feeding (Flasche waagerecht halten, Pausen einlegen) Überfütterung vermeiden.
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Hautkontakt während des Fütterns fördert Bindung und Geborgenheit.
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Wechseln Sie die Arme, um die motorische und visuelle Entwicklung zu unterstützen.
7. Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
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Wenn Ihr Baby mehrere Mahlzeiten in Folge verweigert.
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Häufiges, starkes Erbrechen (nicht nur Spucken).
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Geringe Gewichtszunahme oder weniger als 6 nasse Windeln pro Tag nach der ersten Woche.