Measles in Children: Causes, Symptoms, Treatment and Prevention

Masern bei Kindern: Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Kinder betrifft. Trotz wirksamer Impfstoffe kommt es immer wieder zu Ausbrüchen – vor allem in Regionen mit niedriger Impfquote.
Dieser umfassende Leitfaden hilft Eltern dabei, die Ursachen, Symptome, möglichen Komplikationen sowie Behandlung und Prävention von Masern zu verstehen.

Was sind Masern?

Masern werden durch das Masernvirus (ein Paramyxovirus der Gattung Morbillivirus) ausgelöst. Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion – zum Beispiel beim Husten oder Niesen.
Laut dem CDC (Centers for Disease Control and Prevention) kann das Virus bis zu zwei Stunden in der Luft oder auf Oberflächen infektiös bleiben.


Wie werden Masern übertragen?

Kinder können sich anstecken, wenn sie:

  • virushaltige Tröpfchen einatmen,

  • kontaminierte Oberflächen berühren und sich anschließend an Mund, Nase oder Augen fassen,

  • engen Kontakt zu einer infizierten Person haben.

Masern sind so ansteckend, dass 9 von 10 ungeimpften Personen sich bei Kontakt infizieren.

Symptome von Masern bei Kindern

Die Krankheit verläuft typischerweise in mehreren Phasen über 2–3 Wochen:

1. Inkubationszeit (7–14 Tage nach Ansteckung)

Keine Symptome.

2. Frühsymptome (Prodromalphase)

  • Hohes Fieber (oft über 40 °C)

  • Husten

  • Schnupfen

  • Gerötete, tränende Augen (Konjunktivitis)

  • Appetitlosigkeit, Müdigkeit

3. Koplik-Flecken

Kleine, weißlich-bläuliche Flecken an der Mundschleimhaut – typisches Frühzeichen.

4. Masern-Ausschlag

  • Beginnt 3–5 Tage nach den ersten Symptomen

  • Startet am Haaransatz und breitet sich über Gesicht, Brust und Körper aus

  • Besteht aus flachen, roten Flecken, die miteinander verschmelzen können

  • Geht häufig mit erneutem Fieberanstieg einher

Mögliche Komplikationen

Besonders Kinder unter 5 Jahren oder mit geschwächtem Immunsystem sind gefährdet. Laut WHO:

  • Durchfall (8 % der Fälle)

  • Mittelohrentzündung (7–9 %)

  • Lungenentzündung (6 % – häufigste Todesursache bei Masern)

  • Enzephalitis (Gehirnentzündung, 1 von 1.000 Fällen)

  • Hornhautgeschwüre mit Erblindungsrisiko

Kinder mit Mangelernährung – vor allem Vitamin-A-Mangel – haben ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf.

Diagnose von Masern

Die Diagnose erfolgt in der Regel anhand:

  • der typischen klinischen Symptome (Fieber, Ausschlag, Husten, Konjunktivitis)

  • einer Laborbestätigung:

    • Nachweis von Masern-IgM-Antikörpern im Blut

    • PCR-Test aus Rachenabstrich oder Urin

Behandlung von Masern

Es gibt keine spezifische antivirale Therapie. Die Behandlung ist symptomatisch:

  • Viel Flüssigkeit

  • Ausreichende Ernährung

  • Fiebersenkung mit Paracetamol oder Ibuprofen

  • Beobachtung möglicher Komplikationen

Die WHO empfiehlt Vitamin-A-Gaben zur Vorbeugung schwerer Verläufe:

  • 50.000 IE für Säuglinge <6 Monate

  • 100.000 IE für Kinder von 6–11 Monaten

  • 200.000 IE ab 12 Monaten (am Diagnosetag und am Folgetag)

Vorbeugung von Masern

1. Impfung

Die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) ist die effektivste Schutzmaßnahme:

    1. Dosis: 12–15 Monate

    1. Dosis: 4–6 Jahre

Laut CDC schützt die Impfung zu 97 % vor Masern.

2. Isolation

Kinder mit Masern sollten mindestens 4 Tage nach Auftreten des Ausschlags zu Hause bleiben und isoliert werden.

3. Gemeinschaftsschutz (Herdenimmunität)

Eine hohe Impfquote schützt auch Säuglinge unter 12 Monaten, die noch nicht geimpft werden können.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn Ihr Kind:

  • schwer atmet

  • hohes, anhaltendes Fieber hat

  • Krampfanfälle zeigt

  • stark dehydriert ist

  • verwirrt oder bewusstlos wirkt

Das Wichtigste auf einen Blick für Eltern

  • Masern sind extrem ansteckend – aber durch Impfungen vermeidbar.

  • Erste Symptome sind hohes Fieber, Husten, Schnupfen und gerötete Augen.

  • Der Ausschlag beginnt am Kopf und breitet sich über den Körper aus.

  • Komplikationen wie Lungenentzündung oder Gehirnentzündung sind möglich.

  • Es gibt keine Heilung – unterstützende Pflege und Vitamin A sind entscheidend.

  • Impfungen bieten den besten Schutz.

Quellen

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